Ein Beitrag von Dr. Gerhard Westermayer,
Geschäftsführer der BGF Gesellschaft für Betriebliche Gesundheitsförderung mbH und Mitglied des Vorstands im Bundesverband betriebliches Gesundheitsmanagement     

Das Unheimliche am Virus und vielen Schritten seiner Bekämpfung ist die geringe Nachvollziehbarkeit von Entstehung, Verbreitung und der Sinnhaftigkeit des Geschehens. In Zeiten dieser heimtückischen Unsicherheit gedeihen Gerüchte und Verschwörungstheorien, die die ohnehin vorhandene Verunsicherung noch verstärken. Wenn dann noch durchaus berechtigte Zweifel an einzelnen Präventionsschritten ohne Argumente zurückgewiesen werden, kann sich die ohnehin vorhandene kollektive Angst zur Existenzangst steigern und Motivation, Produktivität, aber auch die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass drohende Arbeitslosigkeit zur Zeit in Form von 10,1 Millionen Kurzarbeitsanträgen mit Sicherheit zu einem enormen Anstieg von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen führen werden (empirisch nachgewiesen sind 30% klinische Depressionen nach einem Jahr Arbeitslosigkeit, 39 % nach zwei Jahren. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Vorlaufzeit, in der die Arbeitslosigkeit als Bedrohung wahrgenommen wurde, schon zu einem Dauerstresszustand bei den Betroffenen geführt hat noch während sie gearbeitet haben. Daher muss jetzt präventiv gehandelt werden).

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