Ein Gastbeitrag von Marlene Moehle Assi, Geschäftsführerin (COO) von mindance.

Psychische Erkrankungen sind in der deutschen Arbeitswelt längst keine Randerscheinung mehr. Laut DAK-Psychreport 2024 entfielen auf 100 Beschäftigte insgesamt 323 Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen – 52 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Zudem zeigt der AOK-Fehlzeiten-Report 2025, dass psychisch bedingte Erkrankungen mit durchschnittlich 28,5 Fehltagen je Fall mehr als doppelt so lange dauern wie Erkrankungen insgesamt.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Förderung der mentalen Gesundheit für Arbeitgeber keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine wichtige betriebliche Aufgabe ist. Employee Assistance Programs (EAP) können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten: Sie verbinden präventive Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit mit niedrigschwelliger und professioneller Unterstützung in akuten Belastungssituationen. Doch wie sieht ein ganzheitliches EAP-Konzept aus, in dem Wissensvermittlung, Führungskräfteschulungen, persönliche Beratung und Krisenhilfe wirksam ineinandergreifen?